
Europäischer Datenschutztag 2026: Anlass, Hintergrund – und was Datenschutz-Kompetenz jetzt für Organisationen bedeutet
Worum es am heutigen Tag geht
Am 28. Januar 2026 ist Europäischer Datenschutztag. Der Aktionstag lenkt den Blick auf eine Frage, die in Organisationen täglich relevant ist: Welche personenbezogenen Daten werden wann, durch wen und zu welchem Zweck verarbeitet – und wie werden die Rechte der Betroffenen dabei wirksam geschützt? Daten werden längst nicht nur punktuell genutzt, sondern fortlaufend: im Arbeitsleben, im Kontakt mit Behörden, im Gesundheitswesen, beim Einkauf, auf Reisen oder beim Surfen im Internet. Umso wichtiger ist es, Risiken und Rechte nicht nur zu kennen, sondern sie im Alltag verständlich und verlässlich umzusetzen.
“Der Europäische Datenschutztag hat sich mittlerweile fest etabliert, um das Thema Datenschutz einer breiten Öffentlichkeit näher zu bringen. Auch viele Unternehmen nutzen den Zeitraum Rund um dieses Datum, um die Mitarbeitenden zum Thema Datenschutz gesondert zu sensibilisieren und Informationsveranstaltungen anzubieten. Auch international gewinnt das Thema an Bedeutung, da immer mehr Länder Datenschutzgesetze beschließen und umsetzen. In unserer BCM-Fachgruppe Datenschutz treffen wir uns quartalsweise, um aktuelle Themen und neue gesetzliche Entwicklungen sowie deren Auswirkungen zu besprechen. ” – Benedikt Seidel, Fachgruppenleiter Datenschutz beim BCM
Warum der 28. Januar?
Der Datenschutztag wird seit 2007 jährlich am 28. Januar begangen. Er knüpft an den 28. Januar 1981 an: An diesem Tag nahm der Europarat das Übereinkommen Nr. 108 zum Schutz des Menschen bei der automatischen Verarbeitung personenbezogener Daten an – das erste rechtsverbindliche zwischenstaatliche Datenschutzabkommen und ein wichtiges internationales Instrument zum Schutz personenbezogener Daten.
Was rund um den Datenschutztag passiert
Rund um den heutigen Tag setzen verschiedene Akteure Schwerpunkte: Regierungen, Parlamente, nationale Datenschutzbehörden und weitere Institutionen organisieren Sensibilisierungsformate – von Informationskampagnen über Bildungsprojekte bis hin zu Fachveranstaltungen. Dadurch wird der Datenschutztag nicht nur zum Anlass für Aufmerksamkeit, sondern auch für eine kurze Standortbestimmung.
2026 im Fokus: Kompetenz und praxistaugliche Risikominderung
Gerade 2026 steht damit vor allem die Umsetzungsseite im Mittelpunkt. Denn entscheidend ist weniger, ob Regeln existieren, sondern ob Verantwortlichkeiten, Prozesse und Informationswege so funktionieren, dass Datenschutz auch dann trägt, wenn IT, Datennutzung und Compliance ineinandergreifen. In diesem Kontext erinnert auch der Blick auf die DSGVO, die seit Mai 2018 gilt, daran, dass Datenschutz in Europa auf Vereinheitlichung und klare Informationspflichten setzt – mit spürbaren Auswirkungen auf Organisationen und ihre Abläufe.
Was Organisationen daraus mitnehmen können
Der Europäische Datenschutztag ist damit ein guter Zeitpunkt, um kurz innezuhalten und zu prüfen, ob Zuständigkeiten klar sind, Eskalationswege funktionieren und Prozesse im Alltag tatsächlich tragfähig bleiben – gerade dann, wenn neue Use Cases entstehen, Systeme wechseln oder Datenflüsse komplexer werden. Denn am Ende entscheidet nicht die Absicht, sondern die Praxis, ob Datennutzung und Schutzanforderungen dauerhaft zusammenpassen.
„Beim nächsten Treffen der BCM-Fachgruppe Datenschutz stehen Data Act und KI Act auf der Agenda – inklusive Einordnung im Kontext des Digitalen Omnibus. Wir freuen uns Sie sowohl bei der nächsten Veranstaltung als auch in unserer Fachgruppe Datenschutz begrüßen zu dürfen.“ – Susanne Küfner, stv. Fachgruppenleiterin Datenschutz beim BCM
Weitere Informationen finden Sie hier:
Europarat: 28. Januar – Datenschutz
Bundesregierung: FAQ zum Europäischen Datenschutztag
Bundeszentrale für politische Bildung: Europäischer Datenschutztag